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VWL-Teilgebiet
Reale Außenwirtschaftstheorie
 

Das mikroökonomische VWL-Teilgebiet Reale Außenwirtschaftstheorie befasst sich mit den Gründen, der Richtung, dem Umfang, der Struktur grenzüberschreitender Güterströme und ihrer (Wohlfahrts-) Wirkungen auf die beteiligten Volkswirtschaften. Die Ergebnisse werden vor allem im Rahmen einer allgemeinen Gleichgewichtsanalyse ermittelt, wobei bezüglich der Rahmenbedingungen noch unterschieden wird, ob die Entwicklung der Handelsbeziehungen zwischen zwei Volkswirtschaften der Selbststeuerung des Weltmarktes überlassen wird (Freihandel) oder ob in die internationale Arbeitsteilung staatlicherseits eingegriffen wird (Protektionismus).

Soweit die Aufnahme von Handelsbeziehungen, also Freihandel, begründet werden soll, wird auf die Existenz internationaler Kostendifferenzen, genauer: komparativer Kostenunterschiede bei der Güterproduktion abgestellt. Dabei müssen Sie Annahmen und Implikationen zweier Modelle beherrschen:

  • In der klassischen Außenhandelstheorie nach Ricardo sind derartige Kostenunterschiede auf internationale Produktivitätsunterschiede, also unterschiedliche Produktionsfunktionen zurückzuführen.
     
  • Nach der neoklassischen Theorie von Heckscher und Ohlin ist die unterschiedliche Ausstattung mit Arbeit und Kapital, also ein unterschiedliches Faktoreinsatzverhältnis, ursächlich für komparative Kostenvorteile.

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